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Wussten Sie, dass...

...der Jakobsweg ein uraltes Massenphänomen ist?

Das grosse Ziel eines jeden Pilgers ist die spanische Stadt Santiago de Compostela. Dort sollen der Legende nach die Gebeine des Heiligen Jakobus begraben worden sein. Von Krauchthal aus sind das allerdings 1700 km, was einer Wanderzeit von etwa 350 Stunden entspricht - Übernachtungen und Pausen nicht eingerechnet.

 

Der Jakobsweg, der heute aus einem weit verzweigten Netz an Wegen besteht, ist bereits über 1000 Jahre alt. Das vergessene Grab von Jakobus soll im 9. Jahrhundert von einem gewissen Bischof Theodomir entdeckt worden sein. Ein heller Stern (Spanisch: Stella) soll ihm den Weg zum Grab gezeigt haben, das auf einem Feld (Spanisch: Campo) lag. So bekam der Ort seinen heutigen Namen: Santiago de Compostela.

Neuen Aufwind erhielt der Jakobsweg 2006 allerdings nicht durch einen Bischof, sondern durch einen Komiker. Hape Kerkelings Pilgerbuch 'Ich bin dann mal weg' wurde zum Bestseller und bescherte dem Camino einen zeitweiligen Pilgeranstieg von 71%. Dieser enorme Anstieg deutscher Pilger wird deshalb der  'Kerkeling-Effekt' genannt.

Pfr. Tobias Zehnder







Gedanken zum Monatsspruch, September 2018



Pfarrkolumne, September 2018

Gotteshaus

Von meinem Arbeitsplatz aus habe ich einen guten Ausblick auf unsere Kirche und den Weg, der zu ihr hinaufführt. So kann ich besonders an den Wochenenden beobachten, wie die unterschiedlichsten Menschen diesen Weg unter die Füsse nehmen. Nicht alle von ihnen wollen in das Gotteshaus. Manche sind auf Wanderungen und andere unterwegs an das Grab eines geliebten Menschen. Aber hin und wieder machen einige Rast bei der alten Kirche und treten für einen kurzen Moment ein. Besonders an heissen Tagen versprechen die dicken Mauern eine angenehme Abkühlung und Stille.

Die Kirche in Krauchthal ist ein Gotteshaus wie aus dem Bilderbuch. Würde mich jemand fragen, wie eine ordentliche Kirche normalerweise aussieht, so würde ich wohl als erstes unsere Kirche beschreiben. Wobei es sich eigentlich gar nicht um 'unsere' Kirche handelt. Gut, steuertechnisch vielleicht schon -

Da gehört uns Reformierten die Kirche und wir bezahlen auch etwas für ihren Unterhalt. Aber eigentlich ist es eben ein Gotteshaus - ein Haus, das Gott gehört. Ihm zu ehren wurde es erbaut, an ihn, seine Versprechen und unsere Verfehlungen denken wir, wenn wir darin Platz nehmen.
Gott selbst sagt im Alten Testament zum Propheten Jesaja: 'Mein Haus wird ein Bethaus heissen für alle Völker' (Jes 56,7). Gottes Haus steht offen für alle, die ihn suchen. Dinge wie Herkunft, Kultur, Alter oder Geschlecht interessieren ihn nicht. In einer Zeit, in der die angemessene Reaktion auf die weltweiten Flüchtlingskatastrophen die Geister scheidet, hat diese Aussage einiges an Sprengkraft - ein Haus, offen für alle, die Gott suchen.
Nun stelle ich mir das logistisch etwas knifflig vor, wenn das Gotteshaus in Krauchthal für alle Platz bieten sollte, die Gott suchen. Ich glaube, das würde ziemlich schnell ziemlich eng werden. Aber ich glaube auch, dass Gott weniger an Glockentürme, Bankreihen und Kirchenmauern dachte, als er Jesaja von seinem Haus erzählte.
Der Apostel Paulus schrieb in seinem Brief an die Korinther folgende Zeilen: 'Der Tempel Gottes ist heilig - und der seid ihr' (1. Kor 3, 17). Für Paulus ist das Haus Gottes nicht ein Gebäude aus Holz und Stein, sondern es sind Menschen wie wir, die Gott suchen. Ein Haus allein macht noch keine Kirche. Die Menschen, die das Haus mit Leben und Glauben füllen, sie bilden die Kirche. Jesus selbst hat das einmal mit seinem bekannten Ausspruch auf den Punkt gebracht: 'Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen' (Mt 18, 20). Wie könnten auch sagen: Wo zwei oder drei in Gottes Namen versammelt sind - egal welche Herkunft, welchen Alters oder Geschlecht - da ist Kirche.

Pfr. Tobias Zehnder





Abwesenheiten und Vertretungen, September 2018

Pfarrteam
Von Montag, 10. September bis

Mittwoch, 26. September 2018 übernimmt Pfr. Stephan Bieri, Biembach, die Stellvertretung.
Sie erreichen ihn telefonisch unter:

034 461 03 53







Läbigi Chiuche

Ausblick Pilgerfeier

In den letzten Jahren hat das Pilgern auf dem Jakobsweg immer mehr Menschen in ihren Bann gezogen. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass heutzutage eigentlich die Geschwindigkeit das oberste Gebot ist. Auf dem Camino de Santiago, wie der Jakobsweg auf Spanisch heisst, wird aber zunächst einmal entschleunigt. Es gibt nur noch mich und den Weg unter meinen Füssen. Für viele Pilger ist der Camino eine tiefe spirituelle Erfahrung. Der englische Staatsmann Thomas Morus schrieb einst sogar: 'Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben'.

Gemeinsam mit den Kids der KUW 6 wollen wir ein Stück Jakobsweg hautnah selber erleben. Am 1. September pilgern wir von Schwarzenburg bis nach Tafers, wo wir in einer echten Pilgerherberge übernachten. Am zweiten Tag geht es weiter bis zur St. Nikolaus Kathedrale in Fribourg. Starten wollen wir jedoch am 1. September um 07.30 Uhr in der Kirche Krauchthal, wo wir in einer kleinen Feier den Pilgersegen erhalten und auch schon unseren ersten Pilgerstempel abholen. Wer den jungen Pilgern ebenfalls einen 'buen camino', einen guten Weg wünschen möchte, ist zur morgendlichen Feier herzlich eingeladen.

Pfr. Tobias Zehnder







Gedanken zum Monatsspruch, August 2018



Reise der Silbergruppe, 28. Juni 2018

 

Bei angenehmen Sommerwetter konnten wir unser Reiseziel mit zwei Reisebussen der Firma Bürki anvisieren. In zügiger Fahrt auf der Autobahn über Kirchberg-Egerkingen-Belchentunnel-Rheinfelden nach Bed Bellingen, sind wir rechtzeitig zum Mittagessen im Landhaus Ettenbühl eingetroffen. Vom freundlichen Servicepersonal wurden wir dort bereits erwartet und an den schön gedeckten Tischen mit dem von uns bestellten Menus bedient. Die vielen heiteren Gesichter zeigten, dass das gemeinsame Essen und der Gesprächsaustausch genossen wurden! Für den Besuch und das Erleben des wunderschön angelegten und gepflegten Parks blieb uns anschliessend genügend Zeit. Eine grüne Oase mit lauschigen Ecken, Sitzgelgenheiten, Pavillons und einer grossen Vielfalt an Bäumen, speziell zugeschnittenen Hecken und einer wunderschönen Pflanzenwelt erfreuten Auge und Herz. Nach Wegbiegungen, Hecken oder Baumgruppen sind wir wieder bekannten Gesichtern unserer Reisegruppe begegnet, es war so schön! Rechtzeitig zur abgemachten Zeit, haben wir uns alle wieder beim Eingang getroffen, um mit unseren Bussen die Heimreise anzutreten. Ab Bad Bellingen Richtung Basel-Belchentunnel-Egerkingen-Kirchberg zurück zu den Einsteigeorten in unserer Wohngemeinde. Das schöne Zusammensein und gemeisame Erleben dieses Reisetages wird uns in guter Erinnerung bleiben. Wir freuen uns darauf, auch für das nächste Jahr einen schönen Reisetag zu organisieren und mit euch allen unterwegs zu sein.

Für die Silbergruppe

Ruth Heiniger





KUW 5 - Sinnorama

 

Man nehme 13 aufgestellte Kids, eine Reise ins Sinnorama mitsamt fürstlichem Mittagessen, einige Pingpong-Schläger und voilà - ein perfekter Tag! Genauso einen Tag hatten wir, als wir uns am 8. Juni frühmorgens mit den 13 Mädchen und Jungen der KUW 5 auf den Weg nach Winterthur machten.

Dort angekommen, besuchten wir das Sinnorama des Bibellesebundes Schweiz, wo wir biblische Geschichten hautnah erlebten. Am Morgen bestaunten wir die Schöpfung der Erde, zwängten uns mit allerlei Tieren in die Arche Noah und begleiteten das Volk Israel bis nach Ägypten und wieder zurück. Dabei gab es viel zu sehen: Beduinenzelte, Pyramiden und sogar ein geteiltes Meer. In der Rolle des künftigen König Davids bezwangen die Kids sogar den Riesen Goliath. Nach einem kulinarischen Zwischenstopp im McDonalds ging es am Nachmittag mit Geschichten aus dem Neuen Testament weiter. Auch hier waren wir mitten in den Erzählungen über Menschen, die Gott begegnen. Im Mittelpunkt stand natürlich Jesus Christus. Wir vernahmen, was die Leute damals über den Nazarener dachten, assen mit ihm das letzte Abendmahl und verfolgten den Weg von Jesus bis ans Kreuz und darüber hinaus. Auch hier gab es allerlei zu hören, zu berühren, zu riechen und zu probieren. Vollgepackt mit so vielen eindrücklichen Geschichten, tat etwas körperliche Bewegung ganz gut. Der Pingpongtisch vor dem Sinnorama kam da ganz gelegen. Bald schon aber verliessen wir die biblische Welt mit ihren faszinierenden Geschichten endgültig und machten uns auf den Heimweg - zurück in die Gegenwart, zurück nach Krauchthal und Hettiswil.

Es war ein guter Tag.

Pfr. Tobias Zehnder



 

Wir wünschen allen eine schöne Bundesfeier!

 

Kirchgemeinderat und Pfarramt Krauchthal





Wussten Sie, dass...

..es das Abendmahl gar nicht gibt?

Wer an die christliche Kirche denkt, denkt oft auch an starre Rituale und angestaubte Traditionen. Aber besonders das Abendmahl zeigt, dass die Kirche in stetigem Wandel ist. In den ersten Jahrhunderten feierten die Christen ihr Mahl nämlich nicht 'bloss' mit einem Stück Brot und einem oder drei Schlucken Wein, sondern veranstalteten ein richtiges Essen - mit Speisen, die sie von Zuhause mitgebracht hatten und miteinander teilten. Weil aber die Kirche rasant an Mitgliedern zunahm und ein echtes Festmahl kaum noch durchführbar war, wurde eine symbolische Variante unumgänglich. Allerdings ist bis heute längst nicht überall Brot und Wein zur Hand. Deshalb feiern viele Menschen mit jenen Nahrungsmitteln, die gerade zur Verfügung stehen. So wird in Teilen Afrikas Fanta oder Cola gereicht, während in pazifischen Gemeinden Kokosnüsse zum Einsatz kommen.

Pfr. Tobias Zehnder



Abwesenheiten und Vertretungen, August 2018

Sekretariat

von Montag, 23. Juli bis Sonntag, 5. August ist das Sekretariat nicht besetzt. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an das Pfarrteam oder an Rosmarie Wermuth, Kirchgemeinderatspräsidentin. Besten Dank für Ihr Verständnis.









Senioren-Treff

Gemeinschaft, Austausch und dabei noch Neues erfahren - das alles wollen wir im Senioren-Treff pflegen.

Nach einem thematischen Beitrag können wir beim Kaffee ins 'Brichten' kommen.

Das Thema unseres ersten Treffens lautet: Tiere in der Bibel

Wir freuen uns auf Sie!

 

Datum: 19. Juli 2018

Zeit: 14.00 - ca. 16.00 Uhr

Ort: Singsaal Krauchthal

Leitung: Pfr. Tobias Zehnder





Bibliolog

Im Bibliolog entdecken wir, was zwischen den Buchstaben einer biblischen Geschichte steckt. Denn die Bibel erzählt kaum von den Gefühlen, Wünschen und Sehnsüchten der Menschen. Indem wir uns in die Figuren hineinversetzen, füllen wir diese Lücken für einen Moment und erleben biblische Geschichte hautnah.

 

Ob jund oder alt, alle sind herzlich eingeladen. Vorkenntnisse sind keine nötig.

 

Freitag, 13. Juli, 20.00 - 21.30 Uhr, Rüedismatt, Krauchthal

Sonntag, 5. August, 19.00 Uhr im Gottesdienst, Kirche Krauchthal

 

Ich freue mich auf Sie!
Pfrn. Jasmin Zehnder



Pfarrkolumne, Juli 2018

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

kennen Sie sich mit dem Abendmahl aus? Ich für meinen Teil gestehe an dieser Stelle freimütig, dass ich mein allererstes Abendmahl erst während eines kirchlichen Praktikums im Studium feierte. Entsprechend schlecht war ich mit diesem Sakrament - für uns Reformierte das Zweite neben der Taufe - vertraut. Da passte es auch ganz schlecht, dass der Ausbildungspfarrer mich kurzerhand für den Kelchhalterdienst einteilte. Was die Sache mit dem Wein angeht, wurde ich also direkt ins kalte Wasser geworfen.

 

Weil an diesem Morgen nicht allzu viele an der Feier zugegen waren, lud der Pfarrer alle ein, im Chor vorne einen Kreis zu bilden. Und so standen wir in der kleinen Kirche dicht beieinander, während wir Brot und Wein teilten. Nachdem ich verstanden hatte, wie der Hase läuft, war das für mich so etwas wie eine Offenbarung. Denn dort vorne im Kreis wurde die Gemeinde, die sich sonst gerne auch mit etwas Abstand in der Kirche verteilte, zu einer sichtbaren Gemeinschaft. Wir teilten etwas. Und zwar nicht allein ein Wort, das kaum ausgesprochen vielleicht schon wieder vergessen ist. Nein, wir teilten etwas, dass wir alle spüren und schmecken konnten.

 

Für mich symbolisiert das Abendmahl darum einen wichtigen Teil unseres Glaubens. Denn dieser sollte mehr sein als ein Lippenbekenntnis, das wir uns allsonntäglich zusprechen. Glaube meint für mich auch teilen - Hoffnungen, Ängste, Wünsche, Gebete, Trauer und Glück. Er sollte greifbar sein, genauso greifbar wie Brot und Wein.

 

Das Abendmahl ist für mich darum so etwas wie die Krönung unserer Gottesdienste. Wir lassen die grossen Worte sein, kommen zusammen und teilen das Lebensnotwendende - ganz konkret. Am 15. Juli wollen wir dieses besondere Sakrament im Gottesdienst etwas genauer unter die Lupe nehmen, nach seinen Lichtmomenten aber auch nach seinen Abgründen fragen. Und natürlich wollen wir das Mahl auch gleich teilen. Teilen Sie mit?

Pfr. Tobias Zehnder

 

 

 

 



Konfirmation 2018

 

 

Am 10. Mai 2018 durften Jasmin und ich die 13 jungen Damen und Herren auf dem Foto in der Kirche Krauchthal konfirmieren. Ihr Thema 'Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!' wurde in dem Gottesdienst gleich von mehreren Seiten beleuchtet. In Videointerviews erzählten die Konfirmandinnen und Konfirmanden beispielsweise davon, wo sie selbst im Leben schon einmal 'hingefallen' sind und was ihnen dann jeweils hilft, wieder auf die Beine zu kommen.

 

In der Predigt zum Gleichnis vom verlorenen Sohn aus dem Lukasevangelium verfolgten wir gar eine biblische 'Misserfolgsgeschichte' samt Happy End: Ein Jüngling fordert vom Vater seinen Erbteil. Mit dem Geld in der Tasche macht er sich aus dem Staub und verprasst das gesamte Erbe. Reuig und ohne einen Rappen kehrt er zum Vater zurück. Zum Erstaunen des Jünglings ist der Vater aber nicht sauer, sondern freut sich so sehr über die Rückkehr des Sohnes, dass er ein Fest ausrichten lässt.

Solche Happy Ends sind in unserem Alltag nicht immer vergönnt. Umso wichtiger ist es, bei Fehlern oder Misserfolgen einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht zu schade zu sein, andere um Hilfe zu bitten. Den 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die mit grossen Schritten auf das Erwachsensein zugehen, wünschen wir für die Zukunft genau das: Einen kühlen Kopf und Menschen, die auch in unruhigen Zeiten an ihrer Seite bleiben.

Pfr. Tobias Zehnder



Abwesenheiten und Vertretungen, Juli 2018

Pfarramt

von Montag, 25. Juni bis
Dienstag, 10. Juli übernimmt Pfr. Stephan Bieri, Biembach, die Stellvertretung.
Sie erreichen ihn telefonisch unter: 034 461 03 53.

 

 

Sekretariat

von Montag, 23. Juli bis Sonntag, 5. August ist das Sekretariat nicht besetzt. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an das Pfarrteam oder an Rosmarie Wermuth, Kirchgemeinderatspräsidentin. Besten Dank für Ihr Verständnis.