70 Prozent der weltweit Hungernden sind Frauen, obwohl sie gerade in den Ländern des Südens für die Nahrungsmittelproduktion zuständig sind. Hauptgrund dafür ist, dass sie weniger Zugang haben zu wirtschaftlichen, politischen und sozialen Ressourcen. Deshalb stellen Brot für Alle und Fastenopfer die Gleichberechtigung ins Zentrum ihrer diesjährigen Kampagne.
In Ländern des Südens machen Frauen 43 Prozent aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte aus. Hätten die Frauen den gleichen Zugang zu den Produktionsmitteln wie die Männer, könnten sie den Ernteertrag ihrer Felder um 20 bis 30 Prozent steigern. Damit liesse sich der Anteil hungernder Menschen weltweit um 12 bis 17 Prozent reduzieren.
Auch bei der alltäglichen Sorge für Familie, Gemeinschaft und Umwelt spielen Frauen eine zentrale Rolle. Gerade in Ländern, in denen es kaum funktionierende staatliche Sozialsysteme gibt, kommt der Sorgearbeit eine gesellschaftstragende Bedeutung zu. Arbeiten, die jedoch im Süden wie im Norden wenig Anerkennung erhalten - geschweige denn entsprechend entlöhnt werden.
A Voice in Rio
Wir wollen nicht nur Misstände kritisieren, sondern auch positive Beispiele von Gleichberechtigung aufzeigen. Mit der Aktion 'a voice in Rio' rufen wir die Schweizer Bevölkerung dazu auf, einer von sechs Frauen und ihrem Projekt eine Stimme zu geben. Sie stehen beispielhaft für eine gendergerechte und nachhaltige Wirtschaftsform, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Das Gewinnerprojekt begleiten wir an den Parallelgipfel der Uno-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20, die im Juni 2012 stattfindet.
Die Aktion startet mit der Kampagne am 22. Februar 2012
Umfassende Informationen finden Sie auf: www.rechtaufnahrung.ch
www.oekumenischekampagne.ch
ist eine Service- und Informationsseite für Aktivistinnen und Multiplikatoren der Kampagne
Hier finden Sie den Informationsbrief unserer Kirchgemeinde.